Symposium und Jubiläum 25 Jahre AAI sehr gelungen

80 Gäste feierten mit uns am 12. Mai 2017

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des AAI Berlin luden wir am Freitag, dem 12. Mai 2017 zu einem Festvortrag mit anschließendem Sektempfang in das Hollywood Media Hotel am Kurfürstendamm 202 ein, wo wir 80 Gäste empfangen durften. In seiner Begrüßung resümierte der Vorsitzende Dipl.-Psych. Thomas Abel über die erfolgreiche Entwicklung unseres Institutes, das zwar das Jüngste der 6 deutschlandweiten Adlerinstitute ist, aber zwischenzeitlich mit 80 Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen zu ihrem größten Institut avancierte. In Berlin nimmt es immerhin die dritte Stelle unter den 10 psychoanalytischen Instituten ein. Wir dürfen dadurch hoffen, kraftvoll genug zu sein, um die gravierenden Veränderungen bewältigen zu können, die in den nächsten Jahren im Rahmen der großen Reform des Psychotherapeutengesetzes auf alle Ausbildungsinstitute zu kommen.

 

Den Festvortrag hielt Frau Dr. phil. Almuth Bruder Bezzel zum Thema "Die Macht der Ohnmächtigen - die Attraktivität des Rechtspopulismus". Darin befasste sie sich mit einem aktuellen Thema, einem äußeren Konflikt, der die Gesellschaft und jeden einzelnen in ihr betrifft und bewegt. Dies steht ganz in der Tradition Alfred Adlers, dem neben der Befassung mit innerpsychischen Konflikten seiner Zeit immer auch wichtig war, zu externen Konflikten Stellung zu nehmen. Die Diskussion war denn auch sehr angeregt und intensiv. Da an ihr die italienischen und österreichischen Gäste teilnahmen, die zu unserem Symposium angereist waren, wurde sie besonders interessant. Im Anschluss stießen wir auf unserem Sektempfang auf den Geburtstag des Institutes an und verlebten einen schönen Abend miteinander.

 

 

Am Samstag veranstalteten wir in den Räumen unseres Institutes das letzte von drei Symposien der Reihe "Die Macht in der Psychotherapie", deren erstes 2015 in Graz und deren zweites 2016 in Mailand stattgefunden hatten. Wir gaben ihm den Titel "Keine Macht ohne Ohnmacht". Mehr als 60 Teilnehmerinnen kamen in unsere Institutsräume. Am Samstag Vormittag hörten wir drei Hauptvorträge von Prof. Dr. Wilfried Datler (Wien) zur Geschichte der Kinderpsychotherapie in der Individualpsychologie, von Dr. Anna-Katharina Dembler (Berlin) über Macht und Ohnmacht in der Sprache, dem Hauptinstrument unserer Arbeit, sowie von Prof.Dr. Franco Maiullari (Mailand) über Macht und Ohnmacht in der Tragödie von Antigone. Nachmittags teilten wir uns in mehrere Arbeitsgruppen zum Erstinterview, zur Gruppentherapie mit suchtkranken Strafgefangenen, sowie 2 Kasuistikseminaren auf. Abends ließen wir die sehr anregende und neue Kontakte schaffende Tagung bei einem gemeinsamen Abendessen in der Tratoria Rossi ausklingen. Allen Helfern und Mitarbeiterinnen, deren unermüdliches Engagement diese schöne Tagung ermöglicht hat, danken wir an dieser Stelle ganz herzlich!

 

Demnächst veröffentlichen wir auf unserem Youtube-Kanal die Hauptvorträge der beiden Tage. Schauen Sie bald einmal wieder herein!

Zur Übersicht