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Kosten und Gebühren einer Ausbildung

Alle Aus- und Weiterbildungen, egal an welchem Institut, müssen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst finanziert werden. Staatliche Zuschüsse werden nicht gewährt. Jedoch werden Sie für Ihre Tätigkeit bereits während Ihrer Ausbildung vergütet, so dass Sie am Ende die Möglichkeit haben, Ihre Ausbildung durch Ihre Tätigkeit zu refinanzieren. Die weiter unten folgenden Modellrechnungen sollen dies veranschaulichen.

Im ersten Teil der Ausbildung, bis zur Zwischenprüfung vor der Behandlungsphase, stehen Ihren Kosten allerdings noch keine Einnahmen entgegen. Die Ausbildungskosten können Sie beispielsweise über einen Ausbildungskredit der KfW oder der Deutschen Apotheker- und Ärztebank finanzieren. Für einen solchen Kredit fallen Zinsen an. Eine weitere Möglichkeit zur Unterstützung besteht in einem kleinen zinslosen Darlehen durch einen Fond der DGIP. Sprechen Sie uns bei näherem Interesse gern auf diese Möglichkeiten an. Nach der Zwischenprüfung beziehen Sie Einnahmen durch die Vergütung Ihrer Behandlungen.

Praktische Tätigkeit

Die Zeit des Praktikums ist oft ein Problem. Die 1.200 Stunden Praktische Tätigkeit 1 (PT1) müssen Sie über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten absolvieren. Meist sind dafür 25-30 Arbeitsstunden in der Woche nötig. Oft kann daneben keiner weiteren Tätigkeit nachgegangen werden, um so den Lebensunterhalt zu finanzieren. Viele Kliniken zahlen für die PT1 weniger als 400,00 € im Monat.

Überdies werden während der PT1 in der Regel von den Einrichtungen keine Sozialversicherungsbeiträge wie Rentenversicherungs-, Krankenversicherungs- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge abgeführt. Dadurch fehlen Ihnen zum Schluss Punkte auf Ihrem Rentenkonto, die sich später bemerkbar machen. Wir bemühen uns berufspolitisch über die Kammern und Verbände um eine Novellierung des Psychotherapeutengesetzes, so dass diese Missstände bald möglichst abgeschafft werden. Im Moment ist die Praktische Tätigkeit aber an allen Instituten die größte Hürde für eine Ausbildung.

Ambulanzabgabe

Die Kosten für Lehrtherapie bzw. Lehranalyse und Supervision sind an den gemeinnützigen Instituten ähnlich. Die Höhe der Ambulanzabgabe variiert dagegen häufig. Oft kommen noch versteckte Kosten für die Nutzung von Behandlungsräumen im Institut oder in Sternpraxen hinzu. Auch die Einweisung in das Abrechnungsprogramm und entsprechende Updates können an anderen Instituten kostenpflichtig sein. Vielleicht müssen Sie sich nach solchen Extraausgaben gezielt erkundigen.

Kosten am AAI Berlin

Das AAI Berlin ist ein eingetragener Verein und als solcher darf das Institut keinen Gewinn erwirtschaften. Viele Tätigkeiten, z. B. die des Vorstandes, werden ehrenamtlich erbracht. Trotzdem entstehen dem Institut Kosten, so dass eine Refinanzierung erforderlich ist. Damit diese Kosten für Sie leicht nachvollziehbar sind, haben wir uns für eine transparente und einfache Kostenstruktur entschieden. Die Kosten sind im Folgenden aufgeführt.

Ambulanzabgabe

Unsere Ambulanzabgabe beträgt derzeit 25 % vom Behandlungshonorar. Darin enthalten sind eine Pauschale für die Nutzung der Behandlungsräume in Höhe von 8,5 % und sämtliche Gebühren für das Abrechnungsprogramm Elefant. Für jede Behandlungsstunde im Rahmen Ihrer Ausbildung erhalten Sie derzeit 89,60 € (Stand August 2018) von den Kassen. Abzüglich der Ambulanzabgabe verbleibt Ihnen ein Betrag von 67,20 € pro Sitzung, der Ihnen ausbezahlt wird.