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Kosten und Gebühren einer Aus- oder Weiterbildung

Alle Aus- und Weiterbildungen, egal an welchem Institut,  müssen von den TeilnehmerInnen selbst finanziert werden. Staatliche Zuschüsse werden nicht gewährt. Jedoch werden Sie für Ihre Tätigkeit bereits während Ihrer Ausbildung vergütet, so dass Sie am Ende die Möglichkeit haben, Ihre Ausbildung durch Ihre Tätigkeit zu refinanzieren. Die weiter unten folgende Modellrechnung soll dies veranschaulichen.

Im ersten Teil der Ausbildung stehen Ihren Kosten allerdings noch keine Einnahmen entgegen. Daher haben wir Absprachen mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, nach denen Sie einen Ausbildungskredit bekommen können. Für diesen Kredit fallen Zinsen an. Eine weitere Möglichkeit zur Unterstützung besteht in einem zinslosen Darlehen durch einen Fond der DGIP.

Sprechen Sie uns bei näherem Interesse gerne auf diese Möglichkeiten an.

Grundsätzliches zur Finanzierung

Es gibt an den verschiedenen Instituten zwei unterschiedliche Modelle der Finanzierung einer Ausbildung:

  1. über regelmäßige Gebühren:
    • Sie zahlen monatlich 139 bis 450 Euro an das Institut. Für Lehrtherapie und Supervision fallen keine weiteren Kosten an, die Behandlungen, die Sie im Rahmen der Ausbildung durchführen,werden Ihnen aber auch nicht vergütet.
    • Anbieter: Institute die kommerziell, etwa als GmbH organisiert sind, zumeist im Bereich Verhaltenstherapie.
    • Vorteil: verlässliche Kostenstruktur während des ganzen Ausbildungsverlaufes
    • Nachteil: Unterm Strich ergibt sich ein Minussaldo.
    • Beispiel: 139 Euro * 12 Monate * 3 Jahre = 5.004 Euro;
  2. über anfallende Ausgaben und Einnahmen:
    • Neben einer geringen Semestergebühr zahlen Sie die Kosten für Lehrtherapie und Supervision selbst. Das Geld, das die Krankenkassen für die Behandlung Ihrer Ausbildungsfälle bezahlen, bekommen Sie ausbezahlt, abzüglich einer Ambulanzabgabe von ca. 12 bis 30%, je nach Institut.
    • Anbieter: gemeinnützig organisierte Institute, wie das AAI Berlin, etwa e.V., vorwiegend im Bereich Psychoanalyse und Tiefenpsychologie.
    • Vorteil: Im Verlauf der gesamten Ausbildung nehmen Sie deutlich mehr Geld ein, als Sie ausgeben.
    • Nachteil: Hohe Kosten und keine Einnahmen in den ersten zweieinhalb Jahren (bei 5-jähriger Ausbildung) bzw. in den ersten anderthalb Jahren (3-jähriges Modell).
    • Beispiel: tiefenpsychologische Ausbildung nach dem PsychThG in Vollzeit über 3 Jahre ergibt ein Plus von 14.318 Euro (siehe Unten, Kosten im AAI Berlin).

Praktische Tätigkeit

Egal, wo Sie die Ausbildung machen, die Praktische Tätigkeit ist insbesondere auch unter finanziellem Aspekt oft ein Problem. Die 1200 Stunden Praktische Tätigkeit 1 müssen Sie über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten absolvieren, was meist auf eine 25-30-Stunden-Stelle hinausläuft. Viele können daneben keiner weiteren Tätigkeit nachgehen.
Hierdurch ergibt sich ein Verdienstausfall. Während die Kliniken für die PT1 zwischen 0 € bis ca. 4800 € für 12 Monate zahlen, würden in derselben Zeit Sie als festangestellte PsychologIn in einer Klinik mindestens 30.000 € verdienen.

–> Das wäre finanziell ein Verlust von 30.000 € bis 25.200 €.

Überdies werden während der PT1 in der Regel von den Einrichtungen keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt, wie Rentenversicherungs-, Krankenversicherungs- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge. Dadurch fehlen Ihnen zum Schluss Punkte auf Ihrem Rentenkonto, die sich später in barer Münze bemerkbar machen. Wir bemühen uns berufspolitisch über die Kammern und Verbände um eine kleine Novellierung des Psychotherapeutengesetzes, um diese Missstände bald möglichst abzustellen. Im Moment ist die PT aber die größte Hürde für eine Ausbildung, bei allen Instituten.

Ambulanzabgabe

Die Kosten für Lehrtherapie und Supervision sind beim zweiten Finanzierungsmodell, den gemeinnützigen Instituten, etwa gleich. Deshalb ist die Höhe der Ambulanzabgabe für die Gesamtbilanz entscheidend. Sie schwankt an den analytischen und tiefenpsychologisch fundierten Instituten ungefähr zwischen 12% und 30%. Meistens kommen aber noch versteckte Kosten für die Nutzung von Behandlungsräumen im Institut oder in Sternpraxen hinzu, sowie Kosten für die Updates des Abrechnungsprogrammes, Einweisungen in das Programm u.ä.
Erkundigen Sie sich also nicht nur nach der Höhe der Ambulanzabgabe, sondern danach, was noch zusätzlich anfällt.

Kosten am AAI Berlin

Das AAI Berlin ist ein eingetragener Verein und als solcher darf das Institut keinen Gewinn machen. Viele Tätigkeiten, z.B. des Vorstandes, werden ehrenamtlich erbracht. Trotzdem entstehen dem Institut Kosten, so dass eine Refinanzierung erforderlich ist. Damit diese Kosten für Sie leicht nachvollziehbar sind, haben uns für eine transparente und einfache Kostenstruktur entschieden. Die Kosten sind im Folgenden aufgeführt.

Ambulanzabgabe

Unsere Ambulanzabgabe beträgt derzeit 25%. Darin enthalten sind bereits die Gebühren für die Nutzung von Behandlungsräumen in Höhe von 7,5%, sämtliche Updategebühren und Einweisungen für das Abrechnungsprogramm Elefant enthalten, sowie natürlich für Reinigung und Strom in den Behandlungsräumen. Für jede Behandlungsstunde im Rahmen Ihrer Ausbildung erhalten Sie derzeit 88,56 Euro von den Kassen. Ziehen Sie davon die Ambulanzabgabe ab, dann verbleibt der entsprechende Auszahlungsbetrag.